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„Medienalltag in der Familie“ lautet der Titel eines Seminars, das die Volkshochschule Speyer im vergangenen Herbst angeboten hat – nicht von ungefähr! Sie alle kennen die Probleme mit dem Fernseher, dem PC oder der Spielekonsole – und die Folgen des exzessiven Konsums dieser Medien: Unkonzentriertheit, Vergessen des zuvor Gelernten, schlechte Noten. Nicht immer ist nur die Schule schuld! (Solche schulischen Schwierigkeiten aufgrund falscher Mediennutzung haben natürlich auch Jüngere, aber in der Mittelstufe können sie sich mit dem Beginn der Pubertät potenzieren, sodass es zu einem dramatischen Leistungsabfall kommt. In dieser Phase ist die Kooperation von Elternhaus und Schule besonders wichtig, um die Jugendlichen zu unterstützen. Bitte informieren Sie auch dann vertrauensvoll die Klassenlehrer, falls wir im Unterricht von Problemen Ihrer Kinder (z.B. Mobbing, Magersucht) nichts bemerkt haben sollten.
Eine weitere Möglichkeit zur „Hilfestellung“ sehen wir in den vor einigen Jahren eingeführten speziellen pädagogischen Konferenzen für die Klassen 7 und 10. Hierbei beschäftigen sich die Lehrerinnen und Lehrer, die in diesen Klassen unterrichten, mit den Schwierigkeiten, die beim Übergang von der Orientierungs- zur Mittelstufe und von dieser zur Oberstufe bei einigen Schülerinnen und Schülern auftauchen. Die Klassenleiterinnen und Klassenleiter unterrichten Sie anschließend und beraten mit Ihnen die Konferenzergebnisse.
Seit zwei Jahren haben wir im Rahmen des Betriebspraktikums das Erlernen der Präsentationstechnik von der elften in die zehnte Klasse vorgezogen: Während der Integrationsfahrt der Elftklässler fertigten die Schülerinnen und Schüler an einem Tag Plakate zu den von ihnen im letzten Schuljahr abgeleisteten Praktika an und arbeiten dazu einen Kurzvortrag aus. Am nächsten Tag werden dann den Neuntklässlern diese Plakate präsentiert, sodass sie einen ersten Einblick in die Arbeitswelt bekommen. Das Betriebspraktikum selbst findet vom 29. Juni bis 09. Juli 2009 statt. Es wird wieder im Deutsch- und Sozialkundeunterricht vorbereitet. Die Betriebe müssen sich die Schülerinnen und Schüler zwar selbst suchen, aber ich berate sie gerne anhand der Listen von Firmen, mit denen wir in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht haben. Nach dem Praktikum sollen die neunten Klassen in der letzten Schulwoche im Kunstunterricht lernen, wie man Plakate gestaltet. Zu Beginn der zehnten Klasse fertigen die Schülerinnen und Schüler dann ein Berichtsheft an, das vom Deutschlehrer benotet wird, und die besten drei werden mit Buchpreisen belohnt. Die Plakate zu den Praktika werden auch wieder den Neutklässlern präsentiert. Lassen Sie uns gemeinsam versuchen, Ihre Kinder – entsprechend dem Leitbild unserer Schule – zu „selbstständigen Persönlichkeiten“ zu erziehen, die nicht nur über „fachliche und methodische Kompetenz“ verfügen, sondern auch „bereit“ sind „ soziale Verantwortung zu übernehmen“!
Margit Konther
17.09.09 |